Fotos: S. Heinze

Partnerschaft

Begegnung ist das Herz der Partnerschaft. Foto: Stefan Heinze

Kirchenkreis Johannesburg/West

Seit 1980 pflegen die Ev.-luth. Kirchenkreise Burgdorf und Johannesburg/West intensive Beziehungen.

Im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem südafrikanischen Kirchenkreis der Evangelical Lutheran Church in Southern Africa (ELCSA) gibt es wechselseitige Begegnungen im Zweijahresabstand. Daneben wurden zahlreiche Projekte gefördert, um den Christen in ihren häufig schweren Lebensbedingungen zu helfen: ein Straßenkinderprojekt in Johannesburg, HIV- und Aids- und After-School-Projekte der zuständigen Diözese und der verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises. Auch konnten zahlreiche Kirchen mit unserer Hilfe gebaut werden, damit die Gemeinden Möglichkeiten der Begegnungen haben.

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Trotz der Abschaffung der Apartheid und des wachsenden Lebensstandards sind die Lebensbedingungen auch heute für viele Menschen oft noch prekär, was auch durch Störungen in der Infrastruktur verursacht wird.

Auch eine hohe Kriminalitäts- und Gewaltrate sowie Arbeitslosigkeit trägt zu der nach wie vor schwierigen Situation bei. Neben den erforderlichen sozialen Verän-derungen braucht das Land aber vor allem Menschen mit qualifizierter Berufsausbildung, die die sich abzeichnende positive Entwicklung des Landes mitgestalten.

Christsein in Südafrika bedeutet heute, Teil einer sehr lebendigen, vielfältigen und wachsenden religiösen Landschaft zu sein. Christlicher Glaube prägt dort Identität, Kultur, Politik und Alltag und hat insofern eine ausgesprochen sichtbare Präsenz.
 

Stipendienfond

Seit langem fördern der Kirchenkreis Burgdorf und seine Gemeinden junge Menschen, die nur mit Hilfe finanzieller Unterstützung studieren können.

Die Kirchenkreise Burgdorf und Johannesburg haben sich partnerschaftlich Richtlinien für einen Schüler- und Stipendienfonds gegeben:

  • Die beiden Kirchenkreise fördern junge Menschen im Kirchenkreis Johannesburg West, dass sie ein Studium oder eine schulische Berufsausbildung absolvieren zu können.
  • Hilfe erfolgt durch die Gewährung von Stipendien zur Finanzierung von Studien- und Schulgebühren im Rahmen der sog. "tertiären Ausbildung".
  • Gefördert werden können je Partnerschaftsgemeinde 3 (in den beiden großen Gemeinden in Kagiso 4) Studentinnen oder Studenten, die ihre Hilfsbedürftigkeit in einem Antrag an ihre Kirchengemeinde zu belegen haben.
  • Die Höhe der Stipendien beträgt derzeit 3500 Rand (ca. 400 Euro) jährlich.  Kriterium der Förderung ist die Hilfsbedürftigkeit. Die Anträge werden von den Kirchengemeinden befürwortend an den Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises Johannesburg West weitergegeben.
  • Ein Antragsexemplar wird an den Partnerschaftsbeauftragten des Kirchenkreises Burgdorf gegeben und ist Grundlage für die Überweisung der Fördergelder auf ein spezielles Konto in Johannesburg.
  • Die Fördergelder für die Studenten werden direkt an die Schulen/Universitäten gezahlt. Der jährliche Studienfortschritt ist nachzuweisen. Nach dem Studium soll eine Rückzahlung des Stipendiums von einem Drittel nach Berufsaufnahme erfolgen (Refinanzierung des Fonds). Für die Förderung benötigen wir jährlich rund 10.000 Euro. Durch Ihre Spende können Sie sich an der Finanzierung beteiligen.

Jetzt Kontakt aufnehmen:

Website: Landeskirche Hannovers, Foto: Stefan Heinze

Website zur Partnerschaftsarbeit

Für Ihre Partnerschaftsarbeit pflegt die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers eine informative, vielseitige und hilfreiche Website.

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Partnerschaften machen die eine Kirche Jesu Christi sichtbar

Grundlagentext von Dirk Stelter, Oberkirchenrat, Leiter des Referates Mission – Ökumene – Religionen im Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers zur Bedeutung von internationalen zwischenkirchlichen Partnerschaften für die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

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