Faszinierende Unendlichkeiten
Mögen Sie Apple Pie – also Apfelkuchen? Besonders heute, am Pi-Tag, sind Sie damit in bester Gesellschaft. Denn der 14. März (3/14) feiert die Kreiszahl π, deren erste Ziffern dem amerikanischen Datumsformat entsprechen. Und weil π wie ‚Pie‘ (Kuchen) klingt, wird heute weltweit Kuchen gegessen – am liebsten rund wie ein Kreis.
Ich war nie gut in Mathe, aber π fasziniert mich: Es ist exakt, doch unendlich und unberechenbar. Jede Stelle ist anders, und doch bleibt es dieselbe Zahl. Seit der Antike versucht man, π korrekt zu berechnen; manche versuchen sogar so viele Stellen wie möglich auswendig zu lernen.
Die Bibel kennt viele Unendlichkeiten, doch eine ist besonders faszinierend. Die Bibelstelle hat zufälligerweise auch mit 3,14 zu tun:
In Exodus 3,14 offenbart Gott seinen Namen – „Ich bin, der ich bin“.
Manche übersetzen: „Ich werde sein, der ich sein werde“, oder „Ich bin da als der ich sein werde“. Egal wie man es liest: Hier spricht einer, der sich nicht festlegen lässt – außer auf diese Zusage: Ich bin da! Ich werde da sein!
Zwei Unendlichkeiten: π zieht sich ins Ferne, Exodus 3,14 kommt uns nah.
Die eine ist eine wunderbare Formel, die andere eine ermutigende Beziehung. Beide übersteigen uns – und laden ein, staunend ein Stück Kuchen zu genießen.
Dr. Tibor Attila Anca
Pastor der Ev.-luth. Kirchengemeinde An Aue und Fuhse und stellv. Superintendent Kirchenkreis Burgdorf